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15.2.2020: Die Baselbieter Jungsozialisten fordern die Schliessung des EuroAirport

Im Prinzip konnte man damit rechnen, dass sowas irgendwann mal kommt, und jetzt ist es so weit: Weil die Windkraftwerks-Überbauung "Chall" im erweiterten Anflugsrayon zu stehen käme - falls sie denn auch gebaut würde - müssten gewisse Höhen-Einschränkungen in Kauf genommen werden. Das wiederum erzürnt die streitbaren Jusos, und da sie sowieso etwas gegen die Zivilluftfahrt haben, fordern sie gleich die Abschaffung des EuroAirport.

Hier meine Antwort an sie, die von der BaZ jedoch nur auf dem Web publiziert werden wird, weil sie "diese lächerliche Forderung im Print gar nicht berücksichtigen werden". Auch wieder wahr!

«Nun ja, der Ideenwettbewerb um den originellsten Vorschlag zur Rettung der Umwelt scheint in vollem Gange zu sein; mit dieser Idee hatte ich allerdings für früher oder später gerechnet, in der Annahme deren fehlenden Kenntnisse der Lage. Diese kann durch missionarischen Eifer allerdings schwerlich kompensiert werden.

Nehmen wir mal an, die Idee griffe durch, es käme zu einer Einigung in den Parlamenten und endete in einer Volksabstimmung im Sinne der Initianten – könnten die Basler Regierungen dann den Flughafen schliessen, rückbauen und vielleicht Freizeitgärten und Begegnungszonen für die Bevölkerung machen? Könnten sie nicht!

Der Flughafen steht nämlich in Frankreich und ist ein binationales Konstrukt, d.h. er wird von beiden Ländern gemeinsam betrieben. Das Einzige, was der Bund tun könnte, wäre den geltenden Staatsvertrag aufzukündigen. Einmal geschehen würden die gesamten Infrastrukturen, die die Eidgenossenschaft im Rahmen des Vertrags finanziert hatte, an Frankreich übergehen ­– der Flughafen Mulhouse wäre dann ein rein französischer Aéroport. Die schweizer Firmen und ihre Angestellten müssten ihren (Steuer-) Sitz nach Frankreich verlegen – oder aufgeben. Über die direkten Folgen für die Volkswirtschaft diskutieren die Initianten vermutlich kaum – in ihren hehren Bemühungen haben solche kleinlichen Überlegungen wohl keinen Platz.

Wäre unbändiges und rücksichtsloses Wachstum für die Flughafen-Befürworter je ein Ziel gewesen, hätten sie dann berechtigte Gründe zum Jubeln. Denn der Einfluss der Schweiz und vor allem der Grenzregion würde auf gegen Null reduziert. Der Flughafen könnte sich ungehindert nach französischen Vorstellungen entwickeln und sähe sich in einer goldenen Zukunft, aber keine Schweizer Politikerin bekäme auch nur noch den Hauch einer Chance für eine Mitbestimmung. Und die schweizerische Bevölkerung hätte für ihre Mobilität nach wie vor einen funktionierenden Flughafen. Dafür vorgängig die Grenze überschreiten zu müssen, wäre ja kein grosses Hindernis.

Vielleicht gehen die tüchtigen Initianten der JUSO doch noch mal über ihre Bücher. Es gäbe nämlich wirksamere Projekte, wie der CO2-Aussstoss – weltweit! – reduziert werden könnte. Und selbst wenn sämtlicher Zivilflugverkehr global eliminiert würde, käme gerade mal eine Reduktion von 2-5% CO2 zusammen, je nach Berechnungsgrundlage. Eine alleinige Schliessung von BSL hingegen wäre nicht einmal messbar.

Eine originelle Idee allein tut’s also noch nicht. Es sollten auch fundierte Überlegungen dahinterstehen.

Robert Appel
Vorstandsmitglied IG EUROAIRPORT»


27.1.2011: COVID-19 Tests bei der Einreise nun auch für CH-Passagiere?

Mit Effekt vom 8. Februar 2021 sind nun COVID-19 Tests (so genannte PCR-Tests) auch für schweizer Passagiere, die nach Basel fliegen, Vorschrift. Was ändert sich damit für die Einreise in die Schweiz?

Bei der Einreise selbst ändert sich nichts. Das genaue Test- bzw. Kontrollregime des EuroAirport ist in der SkyNews Februar-Nummer bzw. auf dieser Website ausführlich beschrieben.

Neu hingegen wird sien, dass die Passagiere nach BSL (mit einem CH-Pass bzw. einer gültigen Aufenthaltsbewilligung) vor der Abreise einen negativen Test vorweisen müssen. Diese Kontrollen übernimmt die Airline bzw. dessen Handling Agent. Wer das Testresultat nicht nachweisen kann, darf den Flug nicht antreten.


8.1.2021: Grosser Rat lehnt Standesinitiative zum Euroairport ab

IG Euroairport-Präsident Lorenz Amiet hat im Basler Kantonsparlament, dem Grossen Rat, in einem Antrag auf Standesinitiative gefordert, dass die Bundesbehörden möglichst umgehend Verhandlungen mit Frankreich zum Thema Arbeitsrecht aufnehmen sollten. Dabei geht es um die ungeklärte Frage, ob im Schweizer Teil des Euroairports schweizerisches oder französisches Arbeitsrecht angewendet wird. Amiets Forderung enthielt die Idee, einen Gebietsabtausch für den knapp 1 Quadratkilometer grossen Secteur Suisse als mögliche Lösung einzubringen, was in Basel für heftige Diskussionen sorgte.

Nachdem zunächst die meisten Fraktionen den Antrag unterstützten, überwog in der Abstimmung im Rat letztendlich die Angst davor, Frankreich mit diesem Vorschlag zu brüskieren, was zu einer Ablehnung des Antrags führte; dies obwohl die Basler Regierung bereit war, den Antrag entgegenzunehmen.


6.1.2021: Wieder lange Wartezeiten vor der Grenzkontrolle

Bestimmt haben Sie in der Tagespresse die verschiedenen Artikel über eine kürzlich erfolgte grössere Verspätung bei der Einreisekontrolle auf dem EuroAirport gesehen: Am Abend des 2. Januar mussten die Passagiere eines aus Spanien ankommenden Fluges lange Zeit vor der französischen Einreisekontrolle ausharren. Dabei war nur ein einziger Kontrollschalter besetzt. Nun wurde die berechtigte Frage aufgeworfen, inwieweit dies einerseits mit den COVID-19 Sicherheitsmassnahmen zu vereinbaren gewesen sei und andererseits den gängigen Komfortstandards entspreche. Wir geben Ihnen hier weitergehende Informationen.

Dass Passagiere aus dem Schengen-Raum bei der Einreise durch Französische Beamte kontrolliert werden, führt immer wieder zu kritischen Fragen, hat aber seinen besonderen Grund: Es gibt seit Sommer 2019 eine neue Kategorie „Schengen Contrôlée“, bei welchen Passagiere aus bestimmten Orten innerhalb des Schengen-Raums aus Sicherheitsgründen kontrolliert werden müssen und die üblichen Schengen-Erleichterungen damit aufgehoben sind. Die Liste dieser Orte wird von den Französischen Behörden geführt und ist kurzfristigen Änderungen unterworfen. Das betrifft vor allem grössere Hotspots, z.B. Spanische Regionen wie Barcelona oder die Kanarischen Inseln. Die Türkei wird als Non Schengen-Land ohnehin kontrolliert. Passkontrollen sämtlicher, also auch Schweizer Passagiere sind unumgänglich, weil Letztere nach der ungehinderten Einreise in die Schweiz sofort wieder ein Schlupfloch nach Frankreich finden könnten. Die Schweiz ihrerseits beteiligt sich an diesen Kontrollen jedoch nicht.

Die EAP-Passagiere mussten im Herbst 2019 lange Wartezeiten in Kauf nehmen, weil hierfür die erforderlichen baulichen Veränderungen nicht zeitgerecht erstellt werden konnten. Eine modifizierte Kontrollanlage ist nun seit einem Jahr im Betrieb, und die F-Behörden haben die Anzahl der Beamten nicht nur nicht reduziert, sondern gar erhöht. Zudem steht, allerdings nur für EU-Pässe, eine elektronische Passkontrolle zur Verfügung.

Mittlerweile hat der EuroAirport aber eine weitere Kontrollaufgabe zu stemmen: COVID-19. Nicht-Schweizerische Passagiere aus Corona-sensiblen Ländern, deren Liste ebenfalls durch Frankreich geführt wird, müssen sich bei der Ankunft einem Schnelltest unterziehen; über dieses neue Prozedere informieren wir Sie separat in der SkyNews Februar-Ausgabe. Die Organisation und der Ablauf dieser Kontrollen ist sehr aufwändig, und dafür muss Personal vieler „entbehrlicher“ Dienststellen aufgeboten werden. Darunter sind nebst Personen z.B. der Flughafen-Feuerwehr auch Beamte des Grenzschutzes regelmässig im Dienst.

Diese Ausgangslage könnte dabei zu einem Fehler bei der Disposition geführt haben, indem an jenem Tag zu wenig französische Grenzbeamte aufgeboten wurden.

Die ankommenden Passagiere am 2. Januar mussten also bedauerlicherweise lange in der Warteschlange auf ihre Kontrolle warten. Die Flughafendirektion entschuldigte sich dafür ausdrücklich und sorgte dafür, dass ein solcher Fall nicht mehr vorkommen wird.

Die Bedenken bezüglich der COVID-19 Bestimmungen in der Warteschlange dürften unbegründet sein; sämtliche Vorschriften (Masken, Personendistanz, Raumbelüftung) wurden eingehalten und auch regelmässig von der Polizei kontrolliert.

Es bleibt zu hoffen, dass weitere solche bedauerlichen Zwischenfälle nicht mehr vorkommen. Aber es ist auch zu berücksichtigen, dass der EuroAirport beinahe täglich mit vielen Herausforderungen und neuen organisatorischen Anforderungen konfrontiert wird, die den Aufwand trotz stark reduziertem Flugverkehr eher vergrössert haben.

Kleine, schon fast lustige Randbemerkung: Der Volkszorn in den Leserbriefspalten richtete sich allerdings nicht gegen die lange Wartezeit, sondern gegen die Tatsache, dass der Initiant des Zeitungsartikels ein ebenfalls in der Schlange steckender Infektiologe war, der gemäss den Weisungen der Behörden als Vorbild besser nicht in die Ferien gereist wäre…


10.11.2020: Zusammenarbeit mit Alliace GloBâle

Im Jahr 2019 wurde auf Initiative von verschiedenen Körperschaften, darunter die Handelskammer Beider Basel HKBB sowie der IG EUROAIRPORT gegründet. Ziel ist die politische und wirtschaftliche Stärkung des EuroAirport, und damit wird sie mit unserer Organisation genauso zusammenarbeiten wie mit der RegioBasiliensis.

In der Januar 2021 SkyNews-Nummer werden wir im Rahmen unserer Kolumne ausführlich darüber berichten. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich mit Ihrer Registration direkt mit der Organisation zu verlinken und ihre Publikationen zu abonnieren: Mitmachen als Einzelperson | Alliance GloBâle (alliance-globale.ch)


29.10.2020: Zusammenarbeit mit RegioBasiliensis

Gerne dürfen wir Ihnen mitteilen, dass wir mit der RegioBasiliensis eine enge und erfreuliche Zusammenarbeit begonnen haben. Unsere beiden Organisationen verfolgen nahezu identische Ziele. Ein Teil unserer Zusammenarbeit besteht nun darin, dass Sie, liebe Mitglieder, inskünftig zu deren Veranstaltungen eingeladen werden, die den EuroAirport betreffen. Aber auch RegioBasiliensis-Mitglieder werden hoffentlich öfters an unseren Veranstaltungen zu sehen sein!

Ihre Teilnahmen an solchen Veranstaltungen werden Sie direkt über die RegioBasiliensis-Organisation tätigen können. Die Links dazu werden wir jeweils auf unserer Einstiegsseite publizieren.


4.10.2020: Fluglärmdaten

Der EuroAirport stellt seit dem 1. Oktober ein neues Tool zur Verfügung, mit welchem Interessenten Flugspuren und Lärmdaten von an- und abfliegenden Flugzeugen ab sofort praktisch online verfolgen können. Die Besonderheit und ein Unterscheidungsmerkmal daran ist, dass über das Tool auch Lärmwerte eingesehen werden können. Diese Werte sind allerdings erst ca. 30 Minuten später verfügbar.

Dieses Tool, «TRAVIS», finden sie auf https://travis.euroairport.com/travis.php?lang=de